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Wir danken:      

Presidi (singular: presidio = ital. für Schutz) sind Projekte von Slow Food welche von der Slow Food Stiftung für Biologische Vielfalt unterstützt werden. Presidi-Projekte, früher Förderkreise genannt, wurden eingerichtet, um vom Aussterben bedrohte hochwertige Produktionen zu unterstützen, einzigartige Regionen und Ökosysteme zu schützen, traditionelles Lebensmittelhandwerk zu bewahren und/oder heimische Nutztierrassen und Pflanzensorten zu schützen und zu erhalten.

Wenn so ein gutes, sauberes und faires, vom Aussterben bedrohtes Produkt bekannt wird, werden die ErzeugerInnen direkt einbezogen: Ihnen wird fachliche Unterstützung angeboten, um die Produktionsqualität zu verbessern, es werden Austauschmöglichkeiten zwischen verschiedenen Ländern organisiert und die Produkte gefördert, indem neue Handelskanäle (auf lokaler und internationaler Ebene) erschlossen werden.

Voraussetzung für die Etablierung eines Presidio-Projektes sind ProduzentInnen, die sich mit der Slow Food Stiftung auf gemeinsam erarbeitete Produktionsrichtlinien einigen. Selbstverständlich müssen diese Produkte die Kriterien der Arche des Geschmacks erfüllen.
Durch Nennung, sowie nationale und internationale Bewerbung als Presidi, wollen wir das Wissen um die Erzeugung bestimmter Produkte sichern und Interessensgemeinschaften für ProduzentInnen  schaffen, die alleine keine Chance am Markt hätten.

Zentrales Ziel eines Presidio-Projektes durch die Internationalen Slow Food Stiftung für Biodiversität ist es, das Produkt in höchster Qualität wieder erfolgreich am Markt zu platzieren, damit es auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

In den meisten Fällen entsteht ein Presidio aus dem Willen und der Notwendigkeit, ein Produkt zu schützen, das von der Arche des Geschmacks katalogisiert wurde; häufig geht aber das Projekt über den Schutz eines einzelnen Produktes hinaus. Bis heute wurden über 300 Presidi in der ganzen Welt eingerichtet, die über 10000 kleine, nachhaltige ErzeugerInnen einbeziehen.

→ Die Österreichischen Presidioprodukten

→ Link zu den Internationalen Presidiprodukten

 

Was zeichnet ein Slow Food Presidio Projekt aus?

In den meisten Fällen entsteht ein Presidio aus dem Willen und der Notwendigkeit, ein Produkt zu schützen, das von der Arche des Geschmacks katalogisiert wurde; häufig geht aber das Projekt über den Schutz eines einzelnen Produktes hinaus.

Presidio-Projekte widmen sich dem Schutz von

  • Traditionellen Produkten, die vom Aussterben bedroht sind (zumeist, aber nicht zwingend Passagiere der Arche des Geschmacks), v.a. deren Herstellungsprozess. Der Großteil der Presidio-Projekte zählt zu dieser Kategorie!
  • Traditionellen Produktionstechniken oder Praktiken, die vom Aussterben bedroht sind (in Fischerei, Zucht, Verarbeitung oder Anbau)
  • Kulturlandschaften oder Ökosystemen, die vom Aussterben bedroht sind

Vor dem Aufbau eines Presidios sind folgende Aspekte zu überprüfen:

  • Umweltverträglichkeit („sauber“)
    Schutz der Bodenfruchtbarkeit, Verzicht auf synthetische Spritzmittel und Bewahrung traditioneller Praktiken für Anbau und Bodenbearbeitung.

  • Wirtschaftlich-soziale Nachhaltigkeit („fair“)
    => es kann kein Projekt zur Unterstützung eines einzelnen Erzeugers oder diverser Produzenten sein, die nicht zusammenarbeiten.
    => die ProduzentInnen müssen bereit sein, aktiv zusammenzuarbeiten, gemeinsam verbindliche Produktionsstandards zu entwickeln, welche ökologische und qualitativ hochwertige Lebensmittel garantieren, und Wege zur Produktvermarktung zu finden
    => einen rentablen, aber auch für VerbraucherInnen transparenten und fairen Preis zu finden

Um die Nachhaltigkeit der Slow Food Presidia zu bewerten, haben die Slow Food Stiftung für Biodiversität gemeinsam mit den Universitäten von Turin und Palermo ein Evaluierungsmodell erarbeitet. → Nähere Informationen dazu hier.

Was „kostet“ ein Presidio?

Um ein Presidio aufzubauen, verlangt Slow Food nicht direkt von den ErzeugernInnen Startkapital. Allerdings bedarf eine aktive und nachhaltige Führung eines Presidio-Projektes Eigenkapital, um die Arbeit des Presidios zu finanzieren. Dazu zählen u.a. die Produktion von Werbematerialien, Reisekosten von Fachleuten, Teilnahme an internationalen oder Organisation lokaler Veranstaltungen, etc.

Die Arche des Geschmacks in Österreich hilft hier mit einem professionell und einheitlich gestalteten Folder der für jedes Arche- und Presidiprodukt kostenlos individuell mit Text, Fotos und Kontaktdaten der Produzenten angepasst wird. Die Produzenten müssen lediglich die Druckkosten übernehmen.

→ Ich habe Interesse daran ein Presidio zu gründen